An Hitlers Seite
Der erste Teil der Doku-Serie zeigt die "Ostmark" im Zweiten Weltkrieg. Österreich hatte lange daran zu kauen, dass es nicht nur Opfer war, sondern auch Täter hatte.
Der erste Teil von "Mit Hitler im Krieg" beleuchtet den Weg der "Ostmark" in den Zweiten Weltkrieg. Es wird gezeigt, wie das österreichische Bundesheer nach dem "Anschluss" in die deutsche Wehrmacht integriert wurde und welche Rolle österreichische Soldaten an Hitlers Seite in der Wehrmacht spielten, vom Einsatz österreichischer Gebirgstruppen bei der Besetzung Norwegens bis zum Tod tausender Österreicher in der Hölle Stalingrads, von den Einsätzen in Frankreich, nicht zuletzt bei der Landung der Alliierten in der Normandie bis zur Partisanenbekämpfung am Balkan. In groben Zügen wird der Verlauf des Krieges aus einer "österreichischen Perspektive" nachgezeichnet. Viele Einheiten hatten einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Österreichern. Der Film geht auch der Frage nach, warum sich die meisten Soldaten bald als loyale Angehörige der Wehrmacht erwiesen und dies bis Kriegsende blieben. Der Weg hochrangiger Generäle und Offiziere im Kriegsverlauf wird dem einfacher Soldaten gegenübergestellt - anhand von Aussagen von Kriegsteilnehmern und erst kürzlich wiederentdeckten Briefen aus den Kriegsgebieten. Der inzwischen über 100 Jahre alte ehemalige Funker Franz Themessl aus Kärnten erzählt etwa, wie er mit seiner Zither sogar vor Stalingrad für Heimatgefühle sorgte.