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Getrennt, verbunden - 100 Jahre Trennung Wien-Niederösterreich
Dokumentarfilme

Getrennt, verbunden - 100 Jahre Trennung Wien-Niederösterreich

Vor 100 Jahren wurde Wien durch die neue Verfassung von Niederösterreich getrennt, doch eine Verbindung zwischen den beiden Ländern blieb und besteht bis heute.

Mit dem 10. November 1920, dem Tag des Inkrafttretens der neuen österreichischen Bundesverfassung, erhält nicht nur die neue Republik eine Grundlage, auch Niederösterreich und Wien werden in diesen Tagen zu zwei voneinander getrennten Bundesländern.

Praktisch umgesetzt wird diese Trennung Ende 1921 mit dem so genannten Trennungsgesetz. Damit löst sich Wien unter sozialdemokratischer Führung am 1. Jänner 1922 vom christlich-sozial dominierten Niederösterreich. Das Gesetz ist ein Formblatt der bereits gelebten Trennung und regelt de jure strittige Fragen der Teilung und Finanzierung. Doch trotz der Trennung sind Niederösterreich und Wien mehr miteinander verbunden geblieben als andere Bundesländer. Der Sitz des niederösterreichischen Landtags und der Landesregierung verbleibt bis auf weiteres in Wien. Viele Jahrzehnte werden vergehen, bis Niederösterreich eine eigene Landeshauptstadt erhält. Erst 1986 entscheidet sich die niederösterreichische Bevölkerung in einer Volksbefragung für die Stadt St. Pölten als neue Hauptstadt. Der Slogan des damaligen Landeshauptmanns Siegfried Ludwig lautet: "Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft". Auch wenn Niederösterreich mit Sankt Pölten heute eine eigene Hauptstadt vorzeigen kann, so ist Wien nach wie vor in seiner geographischen Mitte. Viele der daraus resultierenden gegenseitigen Abhängigkeiten sind auch 100 Jahre nach der politischen Trennung bestehen geblieben.

Die Dokumentation begibt sich, ausgehend von der Trennung vor 100 Jahren, auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, nach Trennendem und Verbindenden und erzählt so manche Anekdote über die "Hassliebe", die die beiden Bundesländer, ihre Bewohner und ihre Vertreter verbindet.

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