Wiener Kaffeehausgeschichte(n)
Das Kaffeehaus als Synonym für Wiener Gemütlichkeit. Hier geht es um Sehen und Gesehen werden, bei Mocca, Schaumrollen oder einem Gulasch mit Weißem Spritzer.
Das Wiener Kaffeehaus gilt als Schauplatz des Fin de Siècle, hier entstand Weltliteratur und wurde Politik gemacht - oder einfach nur Zeitung gelesen.
Kaffeehaussitzer, so nennt man landläufig jene Menschen, denen man Antriebslosigkeit und fehlenden beruflichen Ehrgeiz nachsagt. Nicht so in Wien, jener Stadt, die sich wie keine zweite jener Kunst des Lebens verschrieben hat, die zwischen Zeitunglesen, Kartenspielen, Debattieren und Genießen ihre volle Entfaltung findet. Hier geht es um Sehen und Gesehen werden, gibt es einen Mocca, ein Glas Wasser, Schaumrollen oder ein kleines Gulasch mit einem Weißen Spritzer. Das Kaffeehaus ist zum Synonym für Wiener Gemütlichkeit geworden. Allein an der Ringstraße gabe es mehr als 50 große Cafés, in denen man den ganzen Tag zwischen Zeitungen, Billard und Tarock verbringen konnte. In der ORF-III Neuproduktion "Wiener Kaffeehausgeschichten" geht es mit dem Fiaker durch die legendäre Wiener Kaffeehausszenerie, in der Künstler, Literaten, Studenten und Wiener Originale Zuflucht suchten. Vom berühmten Literatenkaffeehaus, dem Cafe Zentral in der Wiener Herrengasse mit seinen berühmt gewordenen "Zentralisten", wie Oskar Kokoschka, Leo Trotzki, Adolf Loos oder Peter Altenberg geht es über die historische Ringstraße zum denkmalgeschützten Cafe Landtmann, Cafe Schwarzenberg oder Cafe Prückl.
Vom Studentenbeisl, Künstlerrefugium, Trinkerloch oder Spielhinterzimmer – in Wien war schon immer für jeden etwas dabei. Die Traditionsunternehmen, sie alle haben Geschichten von Berühmtheiten und Begebenheiten zu erzählen, wie sie eben nur hier stattfinden konnten und mittlerweile auch zur Tourismusmarke Wien gehören.
